Einmal wieder Kind sein - Spaß und Unterhaltung im Wiener Prater
- Stefanie

- 28. Juli 2024
- 3 Min. Lesezeit
Im Schatten des Riesenrads
Musik dringt an mein Ohr. Der Duft von Zuckerwatte strömt in meine Nase. Unter dem wolkenlosen Frühsommerhimmel ragen alle möglichen Attraktionen gen Himmel. Ich gehe unter dem grünen Schild mit der goldenen Aufschrift hindurch und lasse mich in eine zauberhafte Welt entführen. In den traditionsreichen Wiener Prater. Nach nur wenigen Minuten Fahrtzeit mit der U-Bahn habe ich das historische Stadtzentrum hinter mir gelassen. Ähnlich der Innenstadt tummeln sich auch hier unzählige Touristen. Ich mag diese Betriebsamkeit. Verschiedene Sprachen und unterschiedliche Musikstile der Fahrgeschäfte vermischen sich zur angenehmen Hintergrundmelodie meines nachmittäglichen Spazierganges. Zu meiner Linken erhebt sich das Riesenrad. Imposant und eindrucksvoll bewegen sich die roten Waggons in gemächlichem Tempo. Sanfte Sonnenstrahlen erwärmen mein Gesicht, während links und rechts Achterbahnen, Geisterbahnen und diverse Spielstände in mein Blickfeld kommen. Eine herrlich bunte Atmosphäre. Es gibt so viel zu entdecken. Es ist ein bisschen wie in einer märchenhaften Zauberwelt. Einer Welt in der man einfach für ein paar Stunden wieder die kindlichen Freuden empfinden kann. Eine Welt, in der Zuckerwatte nach Glück schmeckt, gebrannte Mandeln nach Freiheit richen und ein Karussell, die ganz große Welt bedeutet.

Tradition und Moderne: die Geschichte des Wiener Praters
Die Ursprünge des Praters reichen bis ins Jahr 1766 zurück. Zu dieser Zeit schenkte Kaiser Josef II das vormals als Jagdrevier und nur dem Adel zugängliche Gebiet der Bevölkerung Wiens. Als Erholungsgebiet angedacht, entwickelten sich schnell Gastbetriebe und mit ihnen auch Ringelspiele und Kegelbahnen. Anlässlich der 1873 in Wien stattfindenden Weltausstellung wurde dem Prater eine besondere Rolle zugeschrieben. Auf dessen Gelände stellten über 50.000 Aussteller ihre Werke zu kulturellen Themen aus. Vergangenes Jahr jährte sich dieses Ereignis zum 150zigsten Mal. (siehe Quelle 1)
Ein Jubiläum, das nicht selbstverständlich ist. Denn im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile des Areals schwer beschädigt. Durch zahlreiche Privatinitiativen konnte der Prater jedoch wieder zu seinem alten Glanz zurückfinden. Heute dient das Areal als ein bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebter Anziehungspunkt. Die zahlreichen Attraktionen locken Kinder sowie auch Erwachsene an und durch die einzigartige Atmosphäre bleibt ein Tag im Wiener Prater ein unvergessliches Erlebnis. Zudem kann der Prater ohne Eintritt zu zahlen besucht werden. Lediglich die einzelnen Fahrgeschäfte müssen bezahlt werden. Das zweifellos berühmteste unter ihnen ist zugleich auch eines der Wahrzeichen der Stadt Wien: das Wiener Riesenrad. Wie auch der Prater hat es eine bewegte Geschichte. Errichtet wurde es 1897 anlässlich des Thronjubiläums von Kaiser Franz Josef I. 1944 brannte es aufgrund des Kriegsgeschehens bis auf die Stahlkonstruktion komplett nieder. Im darauffolgenden Jahr wurde es bereits wieder aufgebaut wie auch zahlreiche weitere historische Gebäude Wiens, welche im Krieg Schaden erlitten hatten. Seither ist es, mit Ausnahme der Corona Pandemie jeden Tag in Betrieb und bietet seinen Besuchern einen atemberaubenden Blick über Wien. (siehe Quelle 2)

Kulinarik
Genauso vielfältig wie die einzelnen Fahrgeschäfte im Prater, so divers ist auch die Kulinarik in und um den Prater. Am bekanntesten und legendärsten ist dabei mit Sicherheit das Schweizerhaus - vor allem bekannt für seine Stelzen. Ein riesiger Gastgarten mit schattigen Bäumen lädt zu einer gemütlichen Rast ein. Serviert wird im Schweizerhaus traditionelle österreichische Küche.
Wusstet ihr, dass das größte Biorestaurant im Wiener Prater zu finden ist? Das Restaurant Luftburg - Kolarik im Prater hat sich höchster Bioqualität verschrieben und hat damit ein sehr beeindruckendes Gesamtkonzept vorzuweisen. Der gesamte Betrieb ist vollzertifiziert hinsichtlich der Bio-Qualität aller im Restaurant verarbeiteten Lebensmittel. Auch hier steht die traditionelle österreichische Küche im Vordergrund. Zudem gibt es einen wunderschönen Gastgarten und einen Kinderspielplatz. Abgesehen von den traditionellen Gaststätten gibt es auch viele moderne Restaurants und Cafés. Ein ganz besonderes Ambiente bietet das Ponykarussell. Wie der Name schon verrät, wurde ein altes Ponykarussell (nachdem diese verboten wurden) zu einem Gastronomiebetrieb umgebaut. Durch das runde Design, bunte Wandmalereien und viele Pflanzen wurde eine einzigartige Atmosphäre kreiert. Von Frühstück bis hin zum Lunch wird alles geboten. Hervorzuheben sind besonders die liebevolle Präsentation der Speisen und der freundliche Service.
Ihr seht also - der Prater ist ein tolles Erlebnis für alle Altersklassen. Neben einer großen Auswahl an Unterhaltungsmöglichkeiten ist auch für Essen und Trinken in den verschiedensten Formen gesorgt. Also auf in den Prater 😉 😉
Viel Spaß, alles Liebe und bis nächste Woche ❤️❤️
Quellen
Kommentare